Gaisental-Grundschule und Schwarzbach-Schule


Kunstprojekt


FLOWING KUBUS

Anlässlich des 25. Geburtstages der Jugendkunstschule Biberach e.V. sollte ein Projekt realisiert werden, das die Arbeit der JUKS im öffentlichen Kontext präsentiert, das möglichst viele Kinder und Jugendliche integriert, die bislang keinen Zugang zur JUKS hatten und das natürlich die Power zum „Stadtgespräch" hat.

In Zusammenarbeit mit der Künstlerin Barbara Reck-Irmler wurde die Idee des FLOWING KUBUS entwickelt, der in zwei Stufen geschaffen wurde.

In einem ersten Schritt ging es darum, getreu dem Leitsatz „Kunst kommt von Können", den Kindern Zugang zu einer neuen Fertigkeit (häkeln) zu eröffnen. Um neue Zielgruppen zu erschließen und auch den selbst gestellten Anspruch der Integration von behinderten und nicht behinderten Kindern zu erfüllen, wurden Kooperationen mit Biberacher Schulen eingerichtet. Beteiligt waren die Gaisental-Grundschule, Klasse 4 a von Frau Lisa Priebe, die Schwarzbach-Schule, AG „Schöner Wohnen" von Frau Martina Späh (Schule für geistig behinderte Kinder) und das Kinder-Atelier der JUKS unter Leitung von Hanne Reichle der Jugendkunstschule.

So wurden in der ersten Projektphase in nur zweieinhalb Wochen an allen drei Bildungseinrichtungen von ca. 50 hochmotivierten Kindern aus 130 kg Textilgarn ca. 1.500 Häkelschnüre mit einer Länge von 270 cm angefertigt. Bereits diese erste Phase wurde medial begleitet von der Schwäbischen Zeitung und dem Fernsehen (regioTV).

Für den zweiten Schritt wurde inzwischen ein örtlicher Gerüstbauer(Bärtle, Ochsenhausen) für das Projekt gewonnen, der aus einem modularen Gerüstsystem einen Stahlkubus mit den Maßen 4 x 4 x 3,4 m auf dem Viehmarktplatz in Biberach aufstellte. Dank der großen Wertschätzung, die die Arbeit der JUKS in der Biberacher Öffentlichkeit genießt, war es ein Leichtes, das Okay des Baubürgermeisters und die Genehmigung des Ordnungsamtes für diese temporäre Installation (4 Wochen) im öffentlichen Raum zu bekommen.

Am Freitag, 12. Mai 2017 war es dann soweit: 50 Kinder mit ihren Eltern (behinderte und nicht behinderte Kinder, Jungs und Mädchen mit und ohne Migrationshintergrund) dazu die Lehrerinnen und Schulleitungen der beteiligten Schulen, die Künstlerin, helfende Erwachsene, Medien-Vertreter (Zeitung und TV) und die interessierte Öffentlichkeit waren dabei, als im Rahmen einer Kunst-Aktion aus 1.500 bunten Luftmaschenschlangen der FLOWING KUBUS geschaffen wurde.

Wichtig hierbei: Die Kinder sollten auch in der zweiten Projektphase, also beim Kunst-Happening selbst, durch aktives Mitmachen und Mitarbeiten unmittelbar erleben, wie aus ihren in Einzelarbeit gefertigten Luftmaschenschlangen im Laufe des Nachmittags ein Kunstwerk entstand, das größer, bunter und bewegter war, als ein einzelnes Kind es je hätte erschaffen können (Stichwort: Gemeinsam können wir Großes erschaffen).

Dass die Jungs und Mädchen diese Absicht intuitiv erfasst haben, zeigte die Freude, mit der sie das gerade eben entstandene Kunstwerk in Besitz genommen haben. Der neu geschaffene „Kunstraum" lud die Kinder ein zum Tanzen, zum Springen, zum Drehen, zum Knüpfen, zum Flechten usw. Mehr noch: Der bis dahin als reine „Pflasterwüste" wahrgenommene Platz wurde und wird dank der Installation zum beliebten Treffpunkt für Familien mit Kindern.
Außerdem zeigt die JUKS mit diesem Projekt, dass man mit den Mitteln der Kunst aus den Denkschablonen von Mädchen/Junge, behindert/nicht behindert, deutsch/nicht deutsch

Finanziert vom Land Baden-Württemberg
Dozentin: Barbara Reck-Irmler




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